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blog:vmware_vms_ueber_rechenzentren-grenzen_hinweg_migrieren

VMware VMs über Rechenzentren-Grenzen hinweg migrieren

Aus [[blog:strasbourg_je_suis_ici|gegebenen Anlass]] musste ich mich in den letzten Monaten mit dem Thema der Migration von VMware VMs über Rechenzentren-Grenzen hinweg beschäftigen. Zusätzlich hatte ich mit einem begrenzten Budget, der Vorgabe einer sehr geringen Downtime (max. 15 Minuten) und ca. 1,2TB Migrations-Daten zu kämpfen. In Summe der wahrgewordene Alptraum für jeden Administrator :-(

Also begann ich, mögliche Optionen auszuleuchten: Eine SAN stand mir schon mal nicht zur Verfügung, mit der ich gegebenenfalls ein WAN Mirroring konfigurieren könnte. Der Grund: Die Kosten! Auch VMware vSAN war keine Option, da die Lizenz-Kosten ins Unermessliche gingen und auch die Hardware-bedingte Umrüstung finanziell (für dieses Szenario) nicht zu rechtfertigen wäre. Schließlich hatte ich noch VMware Fault Tolerance im Hinterkopf. Dies ist zwar keine klassische Methode, um VMs zu migrieren (zumindest nicht über RZ-Grenzen hinweg), aber wäre sicherlich auch eine Option gewesen. Allerdings befanden sich unter den betroffenen VMs auch MSSQL Nodes, denen es sicherlich nicht "geschmeckt" hätte, wenn diese nur mit einer CPU laufen ;-) (technische Vorgabe bei VMware Fault Tolerance).

Also stand ich wieder bei Null, und musste mir etwas Neues überlegen. Durch Zufall bin ich letztlich im Produkt-Verzeichnis von VMware gelandet. Und dort strahlten mich die folgenden 3 Worte an: VMware vSphere Replication (VR) - Bingo!!! Mit VR lassen sich VMs innerhalb eines VMware Clusters, wie auch auf einen 2. Cluster replizieren. Mindest-Voraussetzung ist ein vCenter, ein vSphere Replication Server und eine entsprechende Lizenz. Die Replizierung erfolgt asynchron (Intervalle zwischen 15 Minuten und 24 Stunden lassen konfigurieren) und nutzt dabei VMwares Changed Block Tracking. Soll heißen: Nach der initialen Synchronisation werden nur noch Blöcke im VMFS übertragen, die sich seit dem letzten Lauf von VR geändert haben.

In meinem Fall habe ich im Quell-Rechenzentrum (da wo aktuell all meine VMs laufen) bereits ein vCenter installiert. An dieses vCenter habe ich eine neue VR Appliance gekoppelt. Im Ziel-Rechenzentrum (wohin migriert werden soll) habe ich ein zusätzliches vCenter bereitgestellt (um den 2. Standort als eigenes Cluster laufen zu lassen), sowie eine eigenständige VR-Appliance. Die Administration und Koppelung von VR erfolgt über den vSphere Web Client.

Nachdem sich beide VR-Appliances „sehen“ und miteinander kommunizieren können, lassen sich VMs wirklich sehr einfach zur Replizierung hinzufügen. In der Liste der virtuellen Maschinen auf das jeweilige System ein Rechtsklick, dann auf die weiteren vSphere Replication-Aktionen klicken und dann die Replizierung konfigurieren. Dort werden noch einige wenige Angaben gemacht (Ziel-System, bereitstellung der vDisks, Intervall) und schon steht die Replikation. Den aktuellen Status zur Replikation der VM lässt sich einsehen, um auch die Gewissheit über den erfolgreichen Vorgang zu haben.

Zurück zu meinem Fallbeispiel: Zum Zeitpunkt X musste ich im Quell-RZ die VM nur noch abschalten, eine letzten Synchronisierung starten (581MB haben bei mir etwa 54 Sekunden benötigt) und die VM im Ziel-Rechenzentrum wiederherstellen (so lautet die Bezeichnung von VMware). Am Ende des Tages konnte ich auf eine überaus erfolgreiche Migration zurück blicken :-) Dank(e) VMware!!!

Den kompletten Administration Guide zu VMware vSphere Replication 5.5 findet ihr auf pubs.vmware.com. Viel Erfolg :-)

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blog/vmware_vms_ueber_rechenzentren-grenzen_hinweg_migrieren.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/08 11:38 von Daniel Graf